
Das Pförringer Adventsblasen
Am 23. Dezember 1983 dokumentiert ein Bild im „Donaukurier“ den Beginn
einer inzwischen 25-jährigen Tradition: das Adventsblasen. In der Pfarrkirche
von Pförring sind neben einem Dirigenten und einem Lektor acht Bläser zu sehen, die
„den vom Arbeitskreis ‚Junge Familie’ veranstalteten Christkindlmarkt eröffneten und
anschließend in der Pfarrkirche mit Weisen zur Weihnachtszeit Proben ihres Könnens
gegeben haben.“ Wenn am 9. Dezember 2007 die „diesjährige Saison“ mit dem Konzert in der
Pfarrkirche zu Kösching eröffnet wird, sind aus dem einen Konzert im Jahre 1983 acht
Auftritte in der Saison 2007/2008 geworden – und sechs der Musikanten der ersten Stunde sind immer noch dabei.
Um die „Donautaler“, jener Bläsergruppe von 1983, gruppierten sich nach
und nach auf Initiative des Dirigenten und Arrangeurs Martin Ott weitere Musikanten aus Ensembles
wie der Stadtkapelle Pfaffenhofen, den Tegernbacher Schloßbergmusikanten, der Showband
„Bayerntop“ und dem Jugendorchester Pförring unter der Leitung von dessen Gründer
Siegfried Dichtl. Sie alle lassen es sich nicht nehmen, symphonische Blasmusik zu machen für
„a guade Sach’“.
Der Erlös der Veranstaltungen kam und kommt dabei unterschiedlichsten Projekten
zu gute, angefangen bei Einzelprojekten wie dem Kauf einer Glocke für die Wallfahrtskirche
Maria Hilf bei Zuckmantel, die Finanzierung einer dringend benötigten Augenbehandlung für
ein kroatisches Mädchen, Unterstützung für Bau und Unterhalt eines Brunnens in
Afrika bis zur langjährigen finanziellen Hilfe für Waisenkinder und Obdachlose in St.
Petersburg.
Immer wieder haben sich auch junge Berufsmusiker einbinden lassen, so die beiden
Trompeter Harald Eckert und Hans-Jürgen Huber, die Sänger Gertraud Hock, Ferdinand Seiler,
der Posaunist Matthias Franz und der Schlagzeuger Dieter Pöll – auf Konzertpodien inner-
und außerhalb Deutschlands gefragte Künstler. Weitere Ensembles boten im Laufe der
Jahre Höhepunkte, wie der MGV Liederhort Pförring, die „Schanzer Parforce“ und sogar
die Alphornbläser aus Füssen. Seit 1985 sorgt Elisabeth Mauell, die Schwester des
Dirigenten, mit ihren meditativen Texten für die inhaltliche Verbindung der Musikstücke.
Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Konzerte leisten auch die beteiligten Kommunen
und Pfarreien, die die Rahmenbedingungen schaffen. So stellt der Pförringer Bürgermeister
Sammiller völlig selbstverständlich den „Probenraum“ in der Aula der Hauptschule zur
Verfügung.